Winter Ayurveder Energie Tipps

7 Top-Winter-Tipps aus Ayurveda und Yoga für Ausgeglichenheit und gute Laune

Dass der Winter kalt ist, darüber brauchen wir nicht reden. Ayurveda beschreibt die kalte Jahreszeit jedoch noch mit mehr Qualitäten: Neben Kälte tritt auch Trockenheit ein (denk an die blattlosen Bäume oder die trockene Heizung- oder Kaminluft drinnen), sowie Leichtigkeit (etwa die kahlen Büsche oder das leichte, getrocknete Laub), Beweglichkeit (die Winter-Winde und Stürme), Rauheit (die Du zum Beispiel auf der Haut bemerkst) und Härte (etwa wenn Gewässer zufrieren: das Eis ist hart gewordenes Wasser).

Das spüren wir auch im Körper und unseren Emotionen: Vielleicht neigst Du im Winter neben trockener Haut auch zu Knacken oder Schmerzen in den Gelenken, kalten Händen und Füßen, Verstopfung oder schlechterer Ausscheidung, vielleicht nimmst Du an Gewicht zu oder fühlst Dich träge und traurig bis depressiv.

Die Devise lautet: Befeuchten, Ölen, Bewegen, Warm bleiben und die Vibes hochhalten

Alledem kannst Du mit ganz einfachen Mitteln entgegenwirken. In diesem Beitrag erfährst Du, wie/meine 5 Top-Tipps für den Winter.

 

1. Befeuchten: Warmes Wasser aus der Thermoskanne trinken

In der kalten Jahreszeit spüren wir Durst nicht so stark. Dabei brauchen wir gerade in trockener Heizungsluft im Winter umso mehr Flüssigkeit. Trinken wir zu wenig, kann das Grippe oder Erkältungen begünstigen. Einfache Abhilfe: Stell Dir eine Thermoskanne mit heißem Wasser bereit und trinke kleine Schlucke während der Arbeit. Und fülle sie spätestens nach dem Mittagessen wieder auf. Wenn Dir heißes Wasser zu langweilig schmeckt, füge einen Spritzer Zitrone oder etwas Kreuzkümmel hinzu. Ich mache mir meine Getränke für den Tag gleich morgens und aktuell sind es gut 3 Liter Kräutertee, Brühe und heißes Wasser. Frage Dich tagsüber, wenn Du in ein Energie-Loch fällst – und vielleicht zur Schokolade greifen willst: Habe ich in der letzten Stunde genug getrunken? Wenn nicht, trink erstmal ein großes Glas. Gerade im Winter unterschätzen wir häufig, was wir wirklich an Flüssigkeit brauchen.

Meide gleichzeitig Trockenes wie Chips, Kekse, Cracker oder auch zu trockene Heizungsluft – hier schaffen Schalen mit Wasser auf allen Hitzequellen Abhilfe.

 

2. Ölen: Den Körper von außen und innen

Ölen gehört eigentlich auch zum Befeuchten. Öl macht den Körper und seine Kanäle geschmeidig und befeuchtet tiefer als Wasser.

Mit täglicher Ölmassage kreierst Du ein Schutzschild um Deinen Körper. Wärme dafür ein kleines Fläschchen mit Sesamöl in einem Becher mit heißem Wasser und massiere Dich vor dem Duschen oder Baden – eine Gewohnheit, die Dich den ganzen Winter über begleitet. So eine Ölmassage nährt das Gewebe tief, ist Balsam für das Nervensystem und hält das Lymphsystem in Bewegung.

Mach es Dir zur Gewohnheit, einmal in der Woche auch die Kopfhaut einzuölen, zum Beispiel mit Sesamöl. Das beruhigt Gedanken und Sorgen sehr. Nach einer Stunde wasche Deine Haare gründlich oder lass es mit einer alten Mütze auf dem Kopf über Nacht einwirken.

Zitrusdüfte als ätherische Öle dazu machen im Winter gute Laune und erdende Düfte wie Zirbe, Zeder, Sandelholz bringen Dich runter. Ein Tropfen Öl kommt auf den kleinen Finger und damit in die Nasenlöcher. Das hält Krankheitserreger und Kälte ab. Wenn Du Anzeichen von Verstopfung in der Nase bemerkst, mache yogische Nasenspülung mit einem Neti-Pot.

Als Gesichtspflege für den Tag nutze ich Mandel- oder Jojobaöl einem Tropfen Sanddornöl. Das wirkt extrem nährend und befeuchtend.

Mehr Öl ist auch in der Ernährung ein Plus: In der kalten, trockenen Jahreszeit brauchen wir mehr Fett. Fett ist schwer und erdend. Iss vor allem warmes und matschiges Essen mit viel guten Fetten. Koche Suppen, Eintöpfe, Porridge, Kitchari und Curry! Wenn weniger Feuchtigkeit in der Luft ist, braucht Dein Körper mehr befeuchtende Nahrung. Mit allem, was trocken und knusprig ist, machst Du es Deinem System schwerer. Wenn Du unbedingt Salat im Winter willst, lass die Soße suuuuperlange einwirken. Auch geschrotete Leinsamen und Chiasamen – zusammen mit genug Wasser und Tee – unterstützen die Feuchtigkeit im Verdauungssystem.

 

3. Bewegen: Morgens durchpusten und später ans Licht

Obwohl der Winter selbst bewegt ist und es häufig stürmt, haben unsere Körper aufgrund der großen Trockenheit die Tendenz zu Stagnation. Hier hilft wiederum Bewegung. Die Winter-Energie ist schwer: Wenn Du auch zu Schwere neigst – körperlich oder emotional – bring Dich morgens vor dem Frühstück so richtig in Bewegung: Hüpfe, tanze, schüttle Dich. Wenn Du leicht gebaut bist, wirken auch Atem-Übungen/Pranayama schon Wunder.

Doch Achtung, vermeide es, im Winter, Dich auszupowern oder zu viel durch die Gegend zu rennen. Insgesamt gilt im Winter für Bewegung: moderat, dafür beständig. Yoga, Walken, Tai Chi etc. sind prima in dieser Jahreszeit. Am besten natürlich draußen, während es hell ist. Ich habe mir im Winter einen Spaziergang nach dem Mittagessen angewöhnt.

 

4. Warm bleiben

Ja klar, denkst Du, das ist doch logisch! Schau besonders, dass Du an Hals und Kopf warm bleibst: Eine wirklich warme Mütze und ein guter Schal sind das beste Investment im Winter. Trage besonders auch warme Farben wie orange, gelb und rot. Zieh Dich drinnen wärmer an und heize wenig – das gibt Dir langfristig mehr Energie. Wenn Du heizt, stelle Schälchen mit Wasser auf die Heizkörper, um die Luftfeuchtigkeit auszugleichen. Mindestens einmal in der Woche im Dampfbad oder in der warmen Badewanne sitzen wärmt Dich von innen.

Wärme kannst Du dem Körper auch über Gewürze im Essen zuführen. Benutze daher im Winter für alles Gewürze: Schwarzen Pfeffer, Ingwer, Zimt, Nelken, Kardamom, Cayenne-Pfeffer und Kurkuma. Gewürze bedeuten Nährstoffe, erleichtern die Verdauung von schwerem Essen und wärmen. Auch gerade in Deiner Thermoskanne, die Dich tagsüber begleitet. Ich streue mir morgens eine Prise Cumin-, Fenchel- und Koriandersamen in meine beiden Thermoskannen.

 

5. Kraft tanken

Winter ist die Jahreszeit, in der wir unser Schlaf-Reservoir auffüllen können. Es lohnt sich, die dunkle Zeit dafür zu nutzen und früh schlafen zu gehen, anstatt Dich abends noch mit Bildschirmen oder Buchstaben zu stimulieren. Genieße die dunklen Morgende in Stille. Wenn Du müde bist und es Dir schwerfällt, früh runterzufahren, probier mal, schon gegen 17 Uhr zu Abend zu essen und mache Dir danach, wenn Du noch was brauchst, eine Goldene (Pflanzen-)Milch mit Kurkuma, Ghee, Zimt und Muskat – die fördert den Schlaf.

 

6. Sprossen ziehen

Wenn draußen nichts mehr wächst, fang an in Deiner Küche zu Gärtnern, indem Du Deine eigenen Alfalfa-, Mungbohnen-, Bockshornkleesamen-, Radieschen- und Nelken-Sprossen ziehst. Von Frischem mit so viel Lebensenergie kannst Du im Winter nicht zu viel haben.

 

7. Stimmung hochhalten

Gegen den Winter-Blues helfen stramme Spaziergänge an der frischen Luft, Tageslicht-Lampen, ätherische Öle (besonders aus der Zitrus-Familie wie Zitrone, Orange, Bergamotte…, I love it!!), bunte, warme Farben in Kleidung und Zuhause. Erhebende Musik. Ziehe alle Register!

 

Wenn Du krank wirst…

…halte Dich streng an diese Regeln. Iss gut gewürzt und vor allem flüssig. Trink’ heißes Wasser mit Zitrone, Cayenne-Pfeffer und Ahornsirup. Unterfordere Dein Verdauungssystem, iss‘ Zitrusfrüchte und ab ins Bett!

Mehr Inspiration, gerade für die Spätwinter-Zeit Mitte Januar bis Mitte März findest Du im Beitrag Ayurvedische und yogische Energie-Tipps für den Spätwinter. Zu meinen besten Tipps für schöne und gesunde Weihnachten geht es hier.

 

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