Wochenplanung Meeting Planung

 2 Schritte für eine erfolgreiche Wochenplanung: Mein Sonntags-Meeting mit mir selbst

 

Jeden Sonntag breite ich mich für meine Wochenplanung auf dem Wohnzimmer-Fußboden aus. Sonntags will ich nicht an den Schreibtisch, deshalb geht es auf den Teppich mit einem Yogabolster und einer Wolldecke 🙂 Ich nehme mir eine Stunde Zeit für dieses Sonntags-Meeting mit mir selbst. Und es lohnt sich so!

 

Dieses wöchentliche Ritual ist für mich entscheidend, um produktiv zu sein und meine Ziele zu erreichen. Lange bin ich unsortiert und mit dem Gefühl, völlig hinten dran zu sein, in die Woche gestartet und in „Feuerwehrmodus“ mit Stress in den Montag gerauscht. Dank meines Sonntags-Meetings schaffe ich es jetzt

  • die vergangene Woche mit klarem Kopf zu verstoffwechseln, Erfolge landen zu lassen, aus dem, was nicht so gut lief, zu lernen und die Fehler der letzten Woche nicht zu wiederholen
  • mir Zeit für das einzuplanen, was am Wichtigsten ist, sodass ich meinen Werten entsprechend lebe UND meine Ziele erreiche.
  • das, was wirklich wichtig ist, auch fertigzumachen, sodass ich am Freitagnachmittag zufrieden und mit gutem Gewissen ins Wochenende gehen kann.
  • dass alle Bereiche meines Lebens im Gleichgewicht sind oder immer mehr ins Gleichgewicht kommen.

 

In diesem Beitrag erfährst Du, wie ich mein Sonntags-Meeting gestalte. Ich teile mit Dir den genauen Ablauf meiner Wochenplanung, sodass Du gleich am nächsten Sonntag mit Deinem eigenen Sonntags-Meeting loslegen kannst.

 

 

Was ich bereitstelle:

– einen Reismilch-Matcha (langfristig verträglicher als Kaffee und gibt dennoch einen guten Morgen-Kick)

– mein unliniertes A4-Journal

– meine Quartals-Ziele

– meinen Füller

– meinen Laptop

 

Ich stelle einen Timer auf 60 Minuten um sicherzugehen, dass ich mich nicht in Details verliere – am Sonntag will ich noch genug Zeit für anderes haben – und öffne meinen Online-Kalender auf dem Rechner, bleibe aber zunächst offline um mich nicht ablenken zu lassen.

 

Schritt 1 Wochenplanung: Rückblick!

 

Der erste Teil meines Sonntags-Meetings ist erst mal ein Rückblick auf die vergangene Woche. Bevor es nach vorn geht, gilt es erstmal, die letzte Woche wirklich abzuschließen und aus ihr zu lernen.  Gerade als ungeduldiger Vata-Mensch habe ich sehr lange gebraucht, das wirklich zu etablieren, anstatt schon weiter vorwärts zu preschen. Und es lohnt sich so sehr!!

Ich schaue auf den Kalender der vergangenen Woche und lasse Revue passieren, was gewesen ist. Ich schreibe die Erfolge auf und lasse sie ganz landen. Ich erkenne an, was nicht gut gelaufen ist und lasse vor meinem inneren Auge ablaufen, wie ich es nächstes Mal besser machen kann. Und ich nehme mir einen Moment für Dankbarkeit: So viele Menschen haben auch in dieser Woche dazu beigetragen, dass mein Leben so schön ist, wie es ist.

Als nächstes schaue ich auf meine Quartalsziele. Die stehen derzeit auf einem gemalten „Kraftfrauen“-Bild (Link folgt). Vielleicht hast Du sie in Deinem Journal oder einer Datei. Ganz ehrlich erkenne ich an, wo ich in Bezug auf diese Ziele stehe und lege fest, was ich als Nächstes tun muss, um diese zu erreichen. Damit ist Teil 1 beendet und ich wende mich der vor mir liegenden Woche zu.

 

Schritt 2 Wochenplanung: Planung

Ich beginne mit dem, was ich für meine Quartalsziele tun will – das ist schließlich das Wichtigste. Zudem öffne ich den Kalender für die kommende Woche, sowie mein Projekt-Management-Tool (ich benutze die kostenlose Version von Asana). Ich checke die anstehenden Termine und gewinne einen Überblick über die Woche und ein Gefühl dafür, wie die Woche laufen wird, wann ich frei fließen kann, wann ich gefordert bin, in meinem besten Zustand für andere da zu sein und wann ich Zeitblöcke für Fokus-Arbeit habe.

Dann plane ich, welche wichtigen To-Dos ich mich an welchen Tagen widme. Und ich schaue, ob es Termine zu bestätigen, vorzubereiten oder eventuell zu verlegen gilt. Das gilt auch für private Absprachen mit meinem Mann – wir machen einmal in der Woche ein Familien-Meeting, dazu mehr hier (Link folgt). Jetzt kann ich mit gutem Gefühl den weiteren Sonntag genießen, wissend, dass ich alles dafür getan habe, damit die nächste Woche erfolgreich wird.

 

Agenda für das Wochenplanungs-Meeting

 

Hier der Ablauf meines Sonntags-Meetings mit mir selbst in Stichpunkten:

 

Schritt 1 – Rückblick (offline)

  • Was ist super gelaufen?
  • Was ist nicht gut gelaufen?
  • Was habe ich daraus gelernt?
  • Was ist noch offen, wo muss ich nachfassen oder noch etwas klären, abfangen oder korrigieren?
  • Wofür bin ich dankbar?

 

Ich gebe mir Punkte für mein Sein und mein Tun in der vergangenen Woche: eine Punktzahl  für mein Sein, eine für mein Handeln.

 

Sein (Denken, Fühlen, Kommunizieren):

5 Punkte: als die beste/nächste Version meiner Selbst

4 Punkte: im Einklang mit meinen Werten, meinem Purpose und meinem großen WARUM

3 Punkte: im Leerlauf

2 Punkte: schon ausgerichtet, aber nicht fokussiert

1 Punkte: nicht in Integrität mit mir

 

Tun (der wichtigsten To Dos, die mich meinen Zielen näherbringen):

5 Punkte: habe wichtige, beängstigende Dinge gemacht

4 Punkte: habe zum Teil neue, aufregende Dinge erledigt

3 Punkte:.habe Sachen erledigt

2 Punkte: etwas getan, aber nur das Nötigste

1 Punkte: nichts

 

Anmerkung: Ich nutze die Punkte mit Absicht andersherum als das deutsche Schulnoten-System, weil ich nicht das Gefühl haben will, in der Schule zu sein. Du kannst Dir natürlich auch gern „Einsen“ statt „Fünfen“ für eine Super-Woche geben. Es gibt hier verschiedenste Systeme: Einige Coaches raten, sich Punkte von 0-10 zu geben und neben „Klarheit“ und „Produktivität“ (was in etwa meinem „Sein und „Tun“ entspricht), auch noch Faktoren wie „Energie“, „Führung“, „Dringlichkeit“ und „Mut“ einzubeziehen. Mir reicht es so. Finde heraus, was Dir am meisten entspricht und Dir in Deiner aktuellen Phase am meisten nützt.

 

 

Schritt 2 – Planung (online)

  • Überprüfen der Quartalsziele, Meilensteine und Deadlines
  • Lege die drei wichtigsten To-Do’s (TOP 3) für diese Woche fest
  • TOP 3 und To-Do’s im Kalender oder Projektmanagement-Tool eintragen (nicht mehr als 4 pro Tag)
  • Meine Mahlzeiten für die Woche planen
  • Die Bestellung für die Gemüsekiste aufgeben
  • Besondere Ereignisse und Termine, was gibt es vorzubereiten?
  • Wen muss ich kontaktieren?
  • Was will ich üben oder lernen?

 

Für Teil 1 bin ich offline, für Teil 2 gehe ich online, um alles mit meinem Online-Kalender und mein Projektmanagement-Tool abzustimmen.

 

 

Ich unterrichte diesen Wochenplanungs-Prozess ausführlich im neuen Programm „Conscious Leaders Mastermind“ (Start am 5. Dezember). Hier lernst Du, Meisterin Deiner Zeit zu werden, in Integrität mit Deinem Kalender zu leben und zu arbeiten und das zu schaffen, was Du Dir vorgenommen hast.

 

„Wenn Du am Planen scheiterst, planst Du zu scheitern“ – Benjamin Franklin