Ziele Visionen Bedürfnisse Entwicklung

Wie Du große unheimliche Ziele umsetzt

Was willst Du in der nächsten Phase Deines Lebens erreichen? 

Nimmst Du Dir Zeit, Deine Ziele, Träume und Visionen klar zu formulieren und sie zu verankern? 

In allem, was wir sonst so während des Tagesgeschäfts tun, kann es leicht passieren, dass wir unsere eigene Ziele vergessen. Weil wir busy sind, unseren Männern, unseren Kindern, unseren Chefs – oder auch Menschen, die uns dafür bezahlen –  dabei zu helfen, ihre Ziele zu erreichen. Und es ist wunderbar, dass wir das tun. Wir können anderen eine große Unterstützung sein. Jedoch Achtung: es kann sein, dass wir darüber zur Märtyerin werden und unsere eigenen Ziele aus den Augen verlieren oder erst überhaupt keine eigenen setzen. 

Eigene Ziele setzen und eigene Visionen entwickeln ist tricky

Denn niemand anders in unserem Leben hat Interesse daran. Das klingt hart und doch: Niemand anderes hat erstmal etwas davon, wenn Du eigene Ziele setzt – oder sie gar verfolgst. Deshalb kann es sein, dass Du, solange Du Dir nicht Deinen Raum dafür nimmst, gar nicht dazu kommst, über eigene Ziele nachzudenken. 

Solange Du im Strom mit anderen schwimmst, ist die Richtung, in die Du schwimmst, nicht Deine. Sondern eben die, in die alle sowieso schwimmen. Deshalb erfordern eigene Ziele so viel Kraft. Erst im Setzen und dann im Durchziehen.

Ganz zentral dabei:

Niemand anders kann unsere Ziele für uns setzen und formulieren!

Deshalb macht es nur bedingt Sinn, sie mit anderen zu besprechen. Oft tun wir aber genau das – und zerreden unsere Ziele, Wünsche und Visionen oder, noch schlimmer, fragen bei anderen nach Bestätigung, um Erlaubnis, und lassen uns durch ihre Bedenken davon abbringen. 

Niemand kann Deine Ziele, Wünsche und Visionen so formulieren wie Du. Vielleicht ist es Dein Ziel, ein Buch zu schreiben. Vielleicht willst Du eine Organisation gründen oder eine bestimmte Art von Workshops geben. Vielleicht hast Du eine Produkt-Idee. 

Und oft passiert es gerade uns Frauen, dass wir unsere Ziele, Bedürfnisse und auch unsere Weisheit, hintenanstellen. Wir lenken uns ab durchs Kümmern um andere oder um Kleinkram oder wir sabotieren uns selbst und betäuben unseren natürlichen kreativen Flow mit Suchtmitteln – auch Social Media, Shoppen und uns bei alten Freunden ausjammern gehören dazu. Oder verstecken uns hinter Zielen von anderen. Vielleicht sind das auch Ziele, die wir von einem Lehrer, Elternteil oder einem Guru übernehmen. Kennst Du das Phänomen, dass Du lieber einen Text von jemand anderem gegenliest als selbst einen zu schreiben? Ja, das ist erstmal bequemer. Weil Du nicht sichtbar werden musst, Du selbst bist nicht wirklich da.

Warum machen wir das? Eine Antwort: Weil wir selbst Angst vor unserer Größe haben. Vor der Kraft, die da in uns steckt. Ja, diese ist riesig! Sie kann zerstörerisch sein. Dich packen und Dein bisheriges Leben wegfegen, bis nichts mehr davon übrig ist. Sie kann alle Strukturen herausfordern, die jetzt so bequem sind für die Anteile in uns, die sich nicht verändern wollen. Wie ist es, ohne Netz und doppeltem Boden allein für etwas zu stehen? Es ist winding. Du fühlst Dich nackt. Und: Es ist höchstwahrscheinlich Dein Weg in die Freiheit. Deine ganz eigene Freiheit!

Entwicklung tut weh. Weil sie uns fordert, zu tun, was wir aus Bequemlichkeit vermeiden. Muskeln aufbauen. Das gilt für Ziele, große Träume und Visionen gleichermaßen. 

Lass uns unterscheiden zwischen großen Träumen und konkreten Zielen

Große Träume gehen einher mit Visionen und großen, mutigen Lebensentwürfen. Und dazu gehört die Frage, warum bist Du hier? Wie teilst Du Dich in der Welt? Was ist Dein individueller Ausdruck der Kreationskraft, aus der das Universum besteht? Und wie sehr bist Du bereit, das in die Welt zu bringen? 

Nur „Liebe in die Welt bringen“ ist zu schwammig. Welchen Ausdruck hat sie? Und: Wie kannst Du die Struktur schaffen, sodass diese Liebe sich ausdrücken kann? Da wird es vielleicht unbequem. Und: Das ist Wachstum. Weil es von Dir Schritte braucht. In denen Du Entscheidungen triffst. Nein sagst zu bestimmten Dingen um Ja zu sagen zu anderem. 

Die gute Nachricht: Du brauchst keine jahrelange Nabelschau im Suchen nach Deinem Weg, keine zig Sessions bei Astrologen und ewiges Durchsprechen mit Freundinnen. Da wirst Du Deinen Weg nicht finden. Du findest ihn, wenn Du beginnst, ihn zu gehen. 

Ganz ehrlich: Du weißt doch, was Du willst!

Beim Umsetzen braucht es ein dann Naivigieren zwischen femininen und maskulinen Qualitäten: Feminine Qualitäten für Träume und Visionen und maskuline für konkrete Ziele.

Große Träume und Visionen wollen aufgeschrieben, gemalt und geträumt werden. Schreibe Tagebuch zu der Realität, die Du Dir erträumst, klebe und male ein Vision-Board. Auf je mehr Ebenen wir die Visionen verankern, desto besser. Die neueste Neurowissenschaft erklärt zudem, wie wir große Träume und Visionen Wirklichkeit werden lassen: Indem wir uns in dem Grenzzustand zwischen Schlaf und Wachsein vorstellen, ausmalen und vor allem: Fühlen. Große Träume und Visionen brauchen Aufmerksamkeit. Am besten jeden Abend direkt vor dem Einschlafen und am Morgen direkt nach dem Aufwachen. 

Um das als Routine zu etablieren, macht es Sinn, jede große Vision auf einen Satz herunterzubrechen und den morgens und Abends innerlich oder laut zu sagen. Drei solcher Sätze als tägliche Morgen- und Abendpraxis sind sehr effektiv! Mehr dazu kannst Du zum Beispiel in den Büchern von Dr. Joe Dispenza und Dave Gray lesen. 

Und was ist mit konkreten Zielen? SMART!

Für mich funktioniert es, pro Quartal drei große Ziele zu setzen, die ich dann SMART formuliere: 

Spezifisch: Genau benannt, was es sein soll. 

Messbar: Mit klaren Kriterien, wann das Ziel erfüllt ist. Z.B. Du hast eine bestimmte Zahl erreicht, hältst ein bestimmtes Zertifikat in den Händen oder hast eine deutlich andere Verhaltensweise etabliert.

Aktions-bezogen: Du kannst Handlungen ausführen, die Dich dem Ziel näherbringen und weißt, welche das sind.

Realistisch: Zu lernen, realistische und trotzdem noch mutige Ziele zu setzen, ist eine Praxis, die Übung braucht!

Terminierbar: Du setzt ein Datum zu dem das Ziel erreicht ist.

Drei große Ziele pro Quartal sind genug.

Sonst verzettelst Du Dich. Schreib sie auf! Das ist der allererste Schritt. Du setzt einen Anker.

Hier macht es nun Sinn, Deine maskuline Seite als Muskel zu stärken: Indem Du jeden Tag, jede Woche und jeden Monat aufschreibst und trackst, was Du für die drei Ziele getan hast. Das ist erst einmal anstrengend, lässt uns aber wach bleiben, wenn wir abdriften. Ich nutze einen Planer dafür. Das ist ein Schritt, bei dem all unser Widerstand gegenüber Strukturen und maskuliner Klarheit aufkommen kann. Er wird sich aufbäumen und sich austoben. Sei in dieser Phase sanft mit Dir und mach trotzdem weiter und schaue, was Du brauchst, damit es Dir dabei gut geht. 

Der Weg, Deine Ziele, Träume und Visionen in die Welt zu bringen ist ein Yoga. Vielleicht das höchste Yoga überhaupt. 

Und erst im Tun und Umsetzen lernst Du, was Du noch nicht kannst und kannst Dich entwickeln: Du schulst und stärkst Deine feminine Seite, Deine Intuition, indem Du genau zuhörst, was als nächstes passieren will. Und Du schulst und stärkst Deine maskuline Seite, indem Du Dich abgrenzt von dem, was Dich abhält und Deinen Weg Schritt für Schritt gehst. Du sagst zum Beispiel Nein zu Menschen, die sich mit Dir Vormittags auf einen Kaffee treffen wollen, obwohl das Deine Arbeitszeit ist. So stärkst Du Deine Kraft. Dabei geht es nicht darum, jetzt ganz streng zu werden und nichts mehr zu machen, was Dir Spaß macht. Sondern darum, Dich zu fordern und immer wieder in Deine Mitte zu kommen. 

Eines ist wichtig: Wenn Du nicht auf Widerstand bei Deinem Umfeld stößt, setzt Du Deine Ziele wahrscheinlich noch nicht klar genug um. Wenn Deine Freundinnen sich nicht beschweren, dass Du zu wenig Zeit für sie hast, wenn Deine Mutter nicht den Kopf darüber schüttelt, dass Du auch am Wochenende schon etwas vorhast, wenn Du keine Opfer für die nächste Stufe bringst, gibst Du Deinen Zielen wahrscheinlich noch nicht genug Energie. 

Warum also nochmal das Ganze? 

Die Welt wird nicht aufhören, etwas von uns zu wollen. Wir können unsere Leben damit verbringen, unseren Männern, unseren Kindern und unseren Chefs zu helfen. Viele Generationen Frauen haben das getan. Das steckt uns in den Knochen. Aber jetzt ist es an der Zeit, dass wir unsere Visionen, unsere Wünsche und Träume verwirklichen. Und sie im täglichen Tun nicht mehr hintenan stellen. Denn sonst sieht die Welt Deine Bücher, Deine Produkte, Unternehmen und Workshops nicht. Dann gibt es diese Facette nicht, die genau so nur von Dir geboren werden kann. Und das wäre schade. Eine verpasste Chance der Evolution. 

Wenn Du nicht aufstehst und kreierst, wird es diese spezielle Kombination aus Funken von Genialität, Schönheit und Liebe so nie geben. Puff. Vorbei. 

Wenn Du Deine Ziele und Wünsche hintenanstellst, behinderst Du die Evolution!

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