Magic Cleaning Zuhause Raum Ziele Ayurveda Identitäts-Evolution Persönlichkeitsentwicklung

Wie Du Dein Zuhause mit Magic Cleaning so gestaltest, dass es Dich in Deinen Zielen unterstützt

 

Was, um Himmels Willen hat Dein Zuhause mit Deinen Zielen zu tun?

 

Nun, Du kannst Deine Räume so einrichten und gestalten, dass es darin leichter ist, den nächsten großen Schritt in Deinem Leben zu gehen. Du kannst Dein Zuhause und Dein Büro so organisieren, dass Sie Dich quasi schon in die nächste Version Deiner Selbst ziehen.

 

Was ruft gerade in Deinem Leben, wer bist Du aufgefordert zu sein und langfristig zu werden? Vielleicht bist Du gefordert, jemand zu werden, die wirklich fokussiert arbeitet, jemand, der sich zuhause tief erholt, oder jemand, der Zuhause fit wird, der gesund isst – oder Mehreres davon?

 

Für mich steht es gerade an, organisierter und konzentrierter zu arbeiten, ohne immer wieder in Hektik oder Chaos zu kommen, bis spät am Schreibtisch zu sitzen oder Termine zu verbaseln. Und um das zu erreichen, habe ich angefangen, meinen Kleiderschrank auszumisten. Wieso das denn jetzt?

 

Aber der Reihe nach:

 

Sobald Du weißt, in was Deine persönliche Evolution Dich gerade fordert – vielleicht kannst Du sie im übertragenen Sinne sogar „rufen“ hören, als einen Zug, einen Sog? –,  kannst Du Deine Räume entsprechend ausrichten. Wie das geht, mithilfe der Magic Cleaning Methode, erfährst Du in diesem Artikel.

 

Wenn wir mit den Elementen des Ayurveda gehen, ist es sinnvoll, mit dem Element Raum – also mit Deinen Räumen –anzufangen, anstatt einfach so zu versuchen, Dich neu zu verhalten. Der Raum ist das Subtilste aller Elemente (mehr dazu findest Du im Artikel Wie Du Dich mit den 5 Elementen des Ayurveda auf den Herbst vorbereitest). Der wirkt sich aus auf die nächsten Elemente: Luft (Erleben von und Umgang mit Zeit). Feuer (Ziele und Ambitionen). Wasser (Flow, Kreativität und Gefühle). Und Erde (Körper).

 

Gerade, wenn sich Dein Körper oft schwer und träge anfühlt, oder Du häufig gestresst oder traurig bist, lohnt es sich sehr, zur subtilsten Ebene, dem Raum, zurückzugehen und dort anzufangen, Einklang mit der Version von Dir, die Du als nächstes werden willst, zu Schaffen. Das bedeutet häufig nicht nur, einen Platz für die Yogamatte zu finden, sondern auch auszumisten.

 

Warum Magic Cleaning funktioniert?

 

Weil Dein Zeug sehr physisch-real ist. Das Raum-Element dagegen ist zutiefst ätherisch. Wenn Deine Sachen nun so ausgerichtet sind, dass sie dem entsprechen, wo Du hinwillst, schwingen Deine Räume mit dem Potential, in das Du hineinwachsen willst. Ist das nicht abgefahren?

 

Weshalb Magic Cleaning weder „streng“ noch „Minimalismus“ ist

 

Vielleicht kennst Du „Magic Cleaning“ von Marie Kondo? Das System und die Bücher sind genaue Anleitungen, wie Du diesen wahrlich magischen Effekt für Dich nutzt. Ich glaube, das Buch wurde gerade in Deutschland zum Teil etwas missverstanden: Ich erinnere mich an Zeitungsartikel darüber, wie schlimm es sei, wenn gefordert würde, dass man nur 30 Bücher besitzt oder angehalten würde, die anderen wegzuschmeißen.

 

Das hat Marie Kondo so nicht gesagt. Als „Urbaner Mythos“ hat es sich jedoch hartnäckig gehalten. Verständlich in einem durch Bücherverbrennungen traumatisierten Land, in dem man bei diesem Thema natürlicher- und berechtigterweise hellhörig wird! Und doch: An keiner Stelle steht in den Magic Cleaning Büchern eine „ideale Anzahl“ von Büchern! Vielmehr geht es darum, ob Du mit den Büchern, die Dich umgeben glücklich bist und sie Dir wirkliche, gefühlte – und nicht nur „gedachte“ – Freude machen. Nur Du weißt, ob Du jemand bist, der so richtig glücklich mit 5, 50 oder 500 Büchern ist.

 

Was Marie Kondo meint, ist noch nicht einmal Minimalismus oder Essentialismus. Ihr Ansatz geht viel tiefer: Und zwar ist Magic Cleaning verwurzelt im Shintoismus, einer sehr aufs Diesseits bezogenen Religion, die davon ausgeht, dass jedes Objekt eine Seele besitzt und damit auf ihr Umfeld wirkt. Deshalb schlägt Marie Kondo auch vor, dass man keineswegs einfach alles nur wegschmeißt, sondern sich bei den Dingen, die man weiterziehen lässt, bedankt.

 

Mit dem Shinto-Hintergrund wird Magic Cleaning als ganz ähnlich wie das Ayurveda-Verständnis von Raum verständlich: Wenn alles, was Dich umgibt, „eine Seele hat“ und wirkt, kannst Du Dich fragen: Willst Du so werden wie die Kleider. Bücher und Dinge, die Dich umgeben oder gibt es Sachen, die dazu beitragen, dass Du Dich schwer und traurig fühlst?

 

Die zentralen Fragen lauten:

  • Wie willst Du Dich in der nächsten Phase Deines Lebens fühlen?
  • Wie willst Du Dich in Deinem Wohnzimmer, am Schreibtisch, in Deiner Küche fühlen?
  • Und im Bad, im Schlafzimmer?

 

Mach eine kleine Übung:

 

Betrete einen Raum und spüre, wie er sich anfühlt. Die Schwingung entsteht zum einen durch das Gebäude, den Schnitt und die Lage (da weiß Feng Shui viel zu), aber auch ganz entscheidend dadurch, wie wir den Raum aufteilen und mit welchen Dingen ihn wir füllen. Das hat auch die Verhaltens-Psychologie erkannt (Link): Wenn wir unsere Umwelt nicht bewusst gestalten, prägt und kontrolliert unsere Umwelt uns.

 

Magic Cleaning ist Yoga für Dein Zuhause

Wie der Raum eingerichtet und gepflegt wird, begünstigt bestimmte Verhaltensweisen: Wenn Deine Küche sauber und gut organisiert ist, und vielleicht sogar bereits gekochte gesunde Mahlzeiten im Kühlschrank stehen – oder leckeres Obst auf der Anrichte steht, wird der Griff zum Schokoriegel zum Mittagessen weniger wahrscheinlich. Wenn Du am Ende des Arbeitstages sowohl Deinen Desktop als auch Deinen physischen Schreibtisch aufräumst und eine klare To-Do-Liste für den nächsten Tag hast, ist es wahrscheinlicher, dass Du Dich direkt an die Arbeit machst. Du brauchst nicht erst einmal eine halbe Stunde, um Dich im Chaos zurechtzufinden.

 

Ich habe mir deshalb in den letzten Wochen einen besseren Schreibtischstuhl besorgt, einen Kurs für ein Projektmanagement-Tool gebucht und  konsequent alle Oberflächen leergeräumt, die sich in meinem Blickfeld befinden. Und ich sorge penibel dafür, dass sie frei bleiben. Das ist weder einfach noch bequem, aber es funktioniert.

 

Es lohnt sich so ungemein, zur Meisterin des Raum-Elements zu werden, weil es sich auf alle (ich benutze das Wort selten, ja, ich meine aber wirklich alle) anderen Bereiche auswirkt. Wie Dein Raum organisiert ist, beeinflusst Zeit, Ambition und Ziele, Gefühle und Kreativität, sowie Deine Körper-Gewohnheiten. Die anderen Bereiche kannst Du auch mit Deinen nächsten Version in Einklang bringen, aber wenn Du das Raum-Element übergehst oder nachlässig behandelst, wird es sehr viel anstrengender!

 

Und wie geht das jetzt mit dem Magic Cleaning?

 

Ganz einfach, mit einer Frage: Marie Kondo fragt „entfacht es Freude?“ Um es etwas konkreter zu machen, lass uns fragen: „Was willst Du als Nächstes in Deinen Räumen erleben“? Willst Du mit Deiner Selbstständigkeit so richtig durchstarten? Willst Du gesund und fit werden? In Harmonie Beziehungen leben? Lass Deine Antworten darüber entscheiden, wie Du Deine Räume gestaltest und was bleiben darf, umgestellt wird oder gehen kann.

 

Im Kraftfrauen-Programm fragen wir nach 5 Adjektiven, wie sich die Räume anfühlen sollen: Heimelig, praktisch, inspirierend, klar, beruhigend?

 

Dann schaffst Du Dir Deine Räume nach diesen 5 Adjektiven. Was keinem davon entspricht, darf gehen – außer es ist Dein/e einzige/r Regenjacke/Locher/Plastiktüte 🙂 und erfüllt einen bestimmten Zweck.

 

Ans Eingemachte geht es, wenn Dinge mit alten Identitäten von Dir verknüpft sind, mit Versionen von Dir, die Du nicht mehr sein willst.

 

Du warst mal Punk? Techno-Party-Gänger? Anhängerin einer spirituellen Schule oder auch nur Ernährungsweise (heutzutage ja manchmal auch fast so, als wäre man Anhänger einer Religion)? Oder dachtest, Du wirst Ärztin, oder Unternehmensberaterin? Und Du hast Kleidung, Bücher, Musik und Objekte, die Dich daran erinnern?

 

Ich hatte mehrmals im Leben neue Ideen, was denn nun mein Beruf werden sollte: Schauspielerin, Journalistin, Filmemacherin – und jedes Mal kaufte ich mir eine Menge Bücher zu den Themen (Das das schon mal nicht der beste Weg ist, einen Beruf zu lernen – geschenkt!). Es war eine Riesen-Befreiung, Bücher über Sprecherziehung, journalistisches Schreiben und Filmgeschichte, von der ich dachte, dass ich sie von A bis Z kennen müsste, weiterziehen zu lassen.

 

Du darfst – oder solltest?  – loslassen, was nicht zu Deiner aktuellen Lebensphase passt oder nicht dem entspricht, wie Du als Nächstes werden willst. Das ist das Intensivste am Magic Cleaning: Dich von alten Lebensentwürfen verabschieden, die in Deinem aktuellen diesem Leben keinen Platz mehr haben. Warum ihnen dann im physischen Raum noch so viel kostbaren Stauraum zugestehen?

 

Gerade, wenn die Dinge in Dir mittelmäßige oder sogar negative Gefühle hervorrufen, kann ich Dich nur ermutigen, sie gehen zu lassen. Ihre Schwingung ist ständig präsent – auch wenn sie sich im Keller, Dachboden, Abstellkammer oder, Achtung: Dachboden Deiner Eltern! befinden. Wir erinnern uns an den Shintoismus: Auch, wenn Du noch einen Koffer in Berlin hast, wirkt der. Solange diese Dinge sind, wo sie sind, wirken sie, halten Dich in alten Identitäten halten und halten Dich zurück,  voll und ganz zu Deiner nächsten Version zu werden.

 

Deshalb ist die spannendste Frage: Wie schwingt Deine nächste Version? In was für einem physischen Umfeld lebt diese Person? Wie kannst Du Deine physischen Räume noch mehr so schaffen, dass sie dem entsprechen?

 

Wenn Du frei bist von Dingen und Erinnerungsstücken, die Dich an frühere Lebensphasen erinnern, in denen Du vielleicht unsicherer, und unerfahrener warst, kannst Du viel schneller Ziele erreichen. Du kannst große Schritte nehmen in dem Leben, das Du jetzt wirklich und zu 100% leben willst. Du kannst viel klarere Entscheidungen treffen als wenn Du Dich ständig mit früheren Selbsts von Dir rückkoppelst, die Dich verwirren oder zögern lassen. Natürlich darfst Du Erinnerungsstücke behalten. Im Magic Cleaning wird eine „Souvenir-Kiste“ empfohlen: Wenn es Sachen, die Dich an Schönes erinnern, Dich bestärken oder Deine Frequenz heben. Ich habe solche Dinge hauptsächlich offen in der Wohnung stehen und erfreue mich jeden Tag an ein paar buddhistischen Statuen, schönen Muscheln und Steinen oder bedeutsamen Geschenken.

 

Dein zukünftiges Selbst sortiert die Sachen!

 

Um durch das sicherlich emotionale Sortieren zu kommen, gibt es einen tollen Trick: Führ Dir genau vor Augen, wer Du werden willst und lass dieses zukünftige Selbst beim Magic Cleaning Deine Sachen sortieren. Ich stelle mir jedes Mal, wenn ich mich mit weichen Knien daran mache, den Kleiderschrank auszumisten, jemanden wie eine große „Schwester“ vor, die sehr klar und kraftvoll in ihrem/meinem zukünfitgen Leben steht stand. Sie entscheidet, was bleibt und was gehen darf.

 

So auch diesmal wieder: In den letzten Wochen hat die Marie, die schon organisiert und fokussiert arbeitet und sich von nichts aus der Ruhe bringen lässt, Kleidung aussortiert, in der ich mal sehr gestresst war. Kleidung, die für einen Lebensabschnitt stand, in dem ich unter Druck stand und mich gefühlt mit allem beeilen musste. Die Kleidung atmete regelrecht die Glaubenssätze „ich schaff das nicht“ oder „ich bin zu spät dran mit allem“. Was für eine Erleichterung, diese Sätze mit den paar Pullis und Shirts ziehen zu lassen.

 

Der Trick: Die richtige Reihenfolge

 

Die Magic Cleaning Methode ist auch insofern toll, als dass man hier lernt, nach Kategorien auszumisten bzw. zu entscheiden, was Deine nächste Version liebt und behalten will. Du gehst jedes Kleidungsstück, jedes Buch, jedes Stück Papier durch. In einem Rutsch. Dann Vermischtes – auch in Kategorien –und Erinnerungsstücke. Nach und nach gewinnst Du so die Oberhand in jeder Kategorie. Das ist genial!

 

Für mich ist Magic Cleaning nicht etwas, das man ein einziges Mal macht – obwohl das richtig viel bringt – sondern vielmehr eine Fähigkeit fürs Leben. Ich habe mehrere Runden gebraucht, um Verschiedenes loszulassen. Manchmal war ich noch nicht bereit, Erinnerungsstücke gehen zu lassen. Inzwischen mache ich es mindestens einmal im Jahr, eher zweimal. Und jedesmal geht es leichter und schneller. Früher habe ich mir Druck gemacht, möglichst viel auszumisten und dabei vielleicht doch das Eine oder Andere zu früh gehen lassen.

 

Ich nach mehreren Runden Magic Cleaning gelernt, mich nicht mehr zu bewerten, wenn ich manche Dinge vom Gefühl her gerade noch behalten will, auch wenn der Kopf sagt, dass es auch gehen könnte. Dann geht es allerdings sehr wahrscheinlich in der nächsten Runde. Ich mache das Magic Cleaning am Liebsten während des Übergangs von einer in die nächste Jahreszeit, das ist für mich eine sehr organische Zeit für „Umbau“ und Erneuerung auf allen Ebenen. Gerade jetzt im Herbst ist eine super Zeit, sich da durchzuarbeiten und alte Identitäten und altes Zeug wie welke Blätter an einem Baum mit Leichtigkeit loszulassen. Im Vertrauen, dass da neue Lebenskraft kommt.

 

Mach Dich ein für allemal frei

 

In Coachings kommt besonders oft ein Punkt auf, an dem das Raum-Organisieren und Ausmisten tricky wird: Nämlich, wenn die Frage auftaucht „Was denken dann die anderen?“ Zum Beispiel, wenn ich wirklich nur noch Kleidung anziehe, die mir gefällt und in der ich mich gut fühle und vielleicht nicht das trage, was andere von mir erwarten. Wenn ich Geschenke weggebe, die mir nicht gefallen. Oder wenn ich einen Coaching-Raum so einrichte, dass ich als Coach mich darin stark und wohl fühle. Sollte ich es nicht lieber so einrichten, dass die, die kommen, es schön finden?

 

Hier gehe ich dann zurück zu den Fragen: „Wie willst DU Dich fühlen?“, „Wie fühlst DU Dich gut?“ um über die Frage hinauszukommen von „Wie denke ich, dass andere gern hätten, dass ich mich kleide oder einrichten“ Genau das sind ja auch nur Vermutungen: Ein Spiegelkabinett von Vorsicht und gegenseitigem Rechtssachen. Genau daraus kannst Du Dich mit Magic Cleaning befreien.

 

Ich bin überzeugt: Wenn es Dir gut geht, wirkst Du gut und bist effizient und erfolgreich in dem, was Du tust. Und das spüren dann auch die anderen. Und, wenn Du Dir auch hier die nächste Version von Dir an die Seite stellst, kannst Du sie fragen: Macht es Deinem zukünftigen Selbst noch was aus, was die anderen denken?

 

 

Viel Erfolg beim Magic Cleaning, Ausrichten und Klarschiff-Machen Deiner Räume! Lass mich wissen, wie es läuft!

Marie

 

Foto: Maria Orloff via Unsplash