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Ein gesunder Umgang mit Social Media und Email – Meine Top 21 Hacks

„Was, jeden Tag 5 Stunden am Telefon??“ Mein Smartphone schickt mir jede Woche einen „Wochenbericht“ meiner Bildschirmzeit. Waren es „vor Corona“ oft ein, zwei Stunden am Tag, die ich das Telefon benutzte, stieg diese Zahl im Laufe des letzten Jahres rasant. Und dabei hatte ich gerade einen kostenlosen Guide mit „50 Hacks für weniger Phone Time“ für neue E-Mail-Abonnenten erstellt. Tolle Ironie.

Ein Jahr später habe ich meine Bildschirmzeit wieder auf ein moderates Maß heruntergedrosselt.

Da wir alle wenig Zeit haben, hier meine 21 Top-Tipps für weniger Zeit am Telefon:

 

1. Kreieren vor Konsumieren

Eine sinnvolle Faustregel finde ich das Credo „Create before you consume“ der Marketing-Lehrerin Marie Forleo. Es beinhaltet, dass Du morgens die frische Energie des Tages für Dich nutzt und erst selbst etwas schreibst, konzipierst, kreierst, was DICH weiterbringt, bevor Du Stimuli von Außen einschaltest. Sobald Du Emails, Voice-Nachrichten oder Social-Media in Deinen inneren Raum kommen lässt, hörst Du die Stimmen und die Agendas von anderen lauter als Deine eigenen. Morgendliche Zeit für Praxis und Kreation ist Self-Care. Du bist hast Zeit, Deine Dinge auf Deine Weise voranzubringen, bevor Du Dich mit anderen vergleichst, aufgefordert wirst, etwas zu kaufen oder über den neuesten Rachel-Hollis-Skandal nachzudenken.

 

2. Geräte auch offline/ohne Email und Social Media nutzen

Ich mache morgens mit meinem Tablet Yoga. Auf dem Tablet gibt es kein Email-Programm. Also gibt es schon, aber die Accounts sind deaktiviert. Das heißt, wenn ich das Mailprogramme aufrufe, sehe ich nur Leere. Auch keine Messenger auf dem Tablet. Meine morgendliche Schreib-Einheit mache ich am Laptop ohne dass der ans Netz angeschlossen ist.

 

3. Geräte per Kabel ans Netz anschließen

Mein Yoga-Tablet ist über Kabel ans Netz angeschlossen. Und wenn ich ein Ebook darauf lese, ist es nicht im Internet. Wir haben einen WLAN-freien Haushalt. Nur im Ausnahmefall – einmal im Monat – ist das WLAN an. Ansonsten gibt es Steckdosen-Adapter und LAN-Kabel. Ja, für alle Geräte. Wenn ich „Surfen“ will, mache ich das am Tablet, nicht am Telefon.

 

4. Schlafplatz für das Telefon

Mein Telefon hat einen Schlafplatz. Ich schalte es nachts auf Flugmodus und morgens erst nach der ersten produktiven Arbeits-Einheit wieder ein. Oder manchmal auch erst Mittags. Die Personen, die uns dringend erreichen müssten, haben unsere Festnetznummer. Dazu kannst Du Dein Telefon an einen Ort legen, den Du zum Beispiel erst nach dem Duschen überhaupt aufsuchst: Am Strom im Arbeitszimmer zum Beispiel.

 

5. Zeitblöcke für Email

Email 2-4 mal am Tag checken. Das reicht. Einmal am Tag oder auch jeden zweiten Tag Mails beantworten. Außer es ist superdringend.

 

6. Zeitblöcke für Social Media

Ich erlaube nach Feierabend eine halbe Stunde auf Social Media – zum Spaß. Sofern das vor 19 Uhr ist.

 

7. Schalte Dein Handy beim Arbeiten stumm, aus, in den Flugmodus oder auf „Nicht Stören“.

Dringende Anrufe siehst Du nach Deinen Arbeitsblöcken und kannst sie zurückrufen.

 

8. Schlafenszeit für Geräte

Um 19 Uhr schalte ich meine Geräte aus und lese Bücher, mache etwas mit meinem Mann, gehe raus, meditiere… Seit ich das tue, schlafe ich so viel besser. In Ausnahmefällen habe ich Calls, die etwas länger gehen, da brauche ich dann eine richtig gute Runterfahren-Routine um nicht noch zu aufgedreht im Bett zu liegen.

 

9. Erkläre das Schlafzimmer zur bildschirmfreien Zone.

Ja, das bedeutet, dass Du Dir vielleicht einen Wecker kaufen musst. Nimm einen mit Timer-Funktion, den kannst Du auch zum Meditieren benutzen.

 

10. Push-Meldungen und Benachrichtigungen ausschalten

In „Einstellungen“ kannst Du das für jede einzelne App erledigen.

 

11. Die roten Bubbles, „Badges“ oder „Kennzeichenzähler“ ausschalten

Das geht ebenfalls in den Einstellungen der jewiligen Apps. Ein echter Gamechanger. Ich habe die für alle meine Social-Media-Apps, Messenger und sogar für Anrufe deaktiviert. Verpasste Anrufe kriege ich mit über eine Banner-Mitteilung. Das genügt. Ich brauche dafür kein „Alarm“-Zeichen. Auf meinen Smartphone-Screens gibt es keine roten Bubbles mehr, nichts mehr, das schreit „dringend! Benutze mich!“.

 

12. Facebook vom Telefon löschen

FB-Messenger und FB-Gruppen, FB und Instagram vom Telefon löschen und nur auf dem Rechner nutzen. Oder gar nicht!

 

13. Aktiviere die Social-Media-Sperre in Deinem Betriebssystem

In iOS geht das in Einstellungen -> Bildschirmzeit -> App-Limits.

 

14. Formuliere Dir eine neue Identität bezüglich Deiner Bildschirm-Nutzung

Etwa: „Ich bin jemand, die (eine halbe Stunde/eine Stunde…) am Tag am Smartphone verbringt.“ Schreibe den Satz auf und hänge ihn Dir an einem Ort auf, wo Du ihn häufig siehst.

 

15. Eine verschlüsselte App für Kontakte mit Freunden

Nutze eine sichere App wie Threema, Telegram oder Signal, auf der Du mit Deinen nächsten Kontakten, Familienmitgliedern, Partnern, engen Freunden kommunizierst. Wenn nötig, kannst Du hier die Benachrichtigungen und Badges beibehalten. Überprüfe das nach ein paar Tagen: Brauchst Du hier wirklich Benachrichtigungen?

 

16. Setze Dir klare Medienkonsum-Zeiten

Zum Beispiel: Einmal am Tag für 15 Minuten News lesen/schauen. Stelle Dir im Kalender im Telefon oder am Rechner einen Alarm, der Dich erinnert, wann diese Zeit beginnt und wann sie zu Ende ist.

 

17. Setze Dir verschiedene Zeitblöcke um Unterschiedliches zu tun (Für Fortgeschrittene).

Nützlich, wenn Du beruflich auf Social Media bist. Zum Beispiel: 10 Minuten in dieser Gruppe am Montag, 15 in jener am Dienstag, etc.

 

18. Tracke Deine Bildschirmzeit

In iOS geht das, indem Du in „Einstellungen“ auf „Bildschirmzeit“ klickst. Checke sie abends und unterbiete Dich täglich um mindestens eine Minute. Unterbiete jede Woche Deine Bildschirmzeit der Vorwoche.

 

19. E-Mail-Accounts vom Telefon löschen

Außer auf Reisen ist mein Mailaccount auf dem Telefon deaktiviert. E-Mails haben bei mir bestimmte Zeitfenster im Tag (zwei- bis dreimal checken und einmal bearbeiten und Posteingang leern). So geht‘s in iOS: unter „Einstellungen“ runterscrollen zu „Accounts & Passwörter“, dort dann bei allen Mailaccounts neben „Mail“ den Regler nach links schieben. „Notizen“ lasse ich aktiviert.

 

20. Stell im Wohnzimmer eine analoge Uhr auf

So brauchst Du nicht aufs Telefon schauen, um zu wissen, wie spät es ist, wenn Du auf dem Sofa liegst und ein Buch liest. 😀

 

21. Beweg Dich – analog

Mach einmal am Tag einen Spaziergang, eine Runde Sport, eine kleine Radtour, Einkaufen gehen – ohne das Telefon mitzunehmen! Und öffne Deine Sinne: Was siehst, hört, riechst, schmeckst Du?

 

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